Kfz-Gewerbe: Diesel-Verteuerung träfe Handwerk und Verbraucher

[07.04.2016] Bonn. Eine Verteuerung des Dieselkraftstoffs würde Handwerk und Verbraucher schädigen. Daher lehnt der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die von den Umweltministern einiger Bundesländer geforderte Abschaffung der steuerlichen Diesel-Privilegierung ab. 

Dieselfahrer würden dann dreifach zur Kasse gebeten: beim höheren Anschaffungspreis, bei der Steuer und schließlich beim Kraftstoff, so ein ZDK-Sprecher. Das träfe vor allem viele Millionen Berufspendler, die sich aus guten Gründen für sparsame und effiziente Dieselfahrzeuge entschieden hätten.

Auch Handwerker und Logistikdienstleister setzten auf die verbrauchsarme Dieseltechnik und müssten die zusätzlichen Kosten an die Kunden weitergeben. Außerdem sei die moderne Dieseltechnik für das Erreichen der europäischen Klimaschutzziele unverzichtbar.

Die Euro-6-Norm, die seit dem 1. September 2015 für alle Neuzulassungen verbindlich ist, bedeute Umwelt- und Verbraucherschutz zugleich. Und ohne den Verbrauchsvorteil des Diesels lasse sich der von der Europäischen Union für das Jahr 2020 verabschiedete CO2-Grenzwert von 95 Gramm pro Kilometer nicht einhalten.

Letzte Änderung: 14.04.2016Webcode: 0105443