Gut versichert im Autourlaub

[17.05.2017] Autoreisen liegen im Trend. Knapp die Hälfte der Deutschen fuhr 2016 laut Reiseanalyse der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen mit dem eigenen Fahrzeug in die Ferien. Viele blieben in der Heimat oder fuhren zu den Nachbarn.

Ganz ohne Risiko rollt’s aber auch in Europa nicht: Autos bleiben liegen, verunfallen oder werden geklaut. Gegen Pleiten, Pech und Pannen schützen Reiseversicherungen.

Kfz-Haftpflicht

Sie ist Gesetz, und das aus gutem Grund. Verursachen Autofahrer mit ihrem Fahrzeug Unfälle, zahlt die Kfz-Haftpflichtversicherung die dadurch entstandenen Personen-, Sach- und Vermögensschäden des Unfallgegners bis zur vereinbarten Mindestversicherungssumme. Die liegt aufgrund der Höhe der Ansprüche unter Umständen bei 100 Millionen Euro.

Kaskoversicherung

Sie kommt für Schäden am eigenen Fahrzeug auf. Die Teilkasko springt nach Diebstahl, Naturgewalten, Feuer, aber auch Glasbruch und Zusammenstoß mit Haarwild ein. Die Vollkaskoversicherung ersetzt darüber hinaus alle weiteren Schäden, beispielsweise nach selbstverschuldeten Unfällen oder Vandalismus.

Mehr als 80 Prozent der Autofahrer haben sich laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft für den Schutz entschieden.

Schutzbrief

Er hilft bei Pannen und Unfällen. Die Leistungen reichen von der Pannenhilfe bis zum Krankenrücktransport und Bereitstellen eines Mietautos. Schutzbriefleistungen bieten Automobilklubs und die Kfz-Versicherer. Vor allem im Ausland ist die unbürokratische, schnelle Hilfe der Servicezentralen äußerst nützlich.

Wer noch keinen Schutzbrief hat, kann die Leistungen auch kurzfristig vor dem Urlaub für wenig Geld bei den Versicherern buchen.

Mobilitätsgarantie

Neuwagenbesitzer können sich über den in der Regel kostenlosen Pannenschutz freuen. Die Autobauer sorgen auch für die Weiterfahrt oder Heimreise, falls das Auto vor Ort nicht reparabel ist.

Immer vorausgesetzt, die Fahrzeuge werden nach Herstellervorgaben bei den teilnehmenden Servicepartnern regelmäßig gewartet. Die einzelnen Leistungen und Ausschlüsse stehen im Kleingedruckten.

Verkehrs-Rechtsschutz

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt das finanzielle Risiko von Streitigkeiten und leistet juristische Hilfe nach Unfällen oder beim Vorwurf einer Ordnungswidrigkeit.

Gezahlt werden die Kosten für Anwalt, Gericht und wenn nötig die für Sachverständige und Zeugen. Im Ausland vermitteln viele Versicherungen bei Bedarf zudem deutschsprachige Anwälte.

Auslandsschadenschutz

Oft sind die Leistungen der Kfz-Haftpflichtversicherung im Ausland deutlich niedriger als hierzulande. Kommt es mit dem eigenen Fahrzeug zu einem Crash mit einem ausländischen Unfallgegner, gleicht der Auslandsschadenschutz diese Differenz aus. Der Zusatzbaustein kann gegen Aufpreis zur Kfz-Haftpflicht dazu gebucht werden.

„Mallorca-Police“

Mietwagenfahrer, aufgepasst: Auch diese Versicherung deckelt die oft niedrigen Mindestversicherungssummen in der Haftpflicht im Ausland. Der Zusatzschutz gilt für Schäden, die über die Deckung der Mietwagenversicherung hinausgehen. Der Name „Mallorca-Police“ hat sich eingebürgert, weil die schöne Baleareninsel Urlaubsziel für viele Deutsche Urlaubsziel Nummer eins ist.

Campingpolice

Reisemobile sind heutzutage mehr als nur funktional ausgestattet. In den Luxusmobilen stecken hochwertige Betten und Materialien, Flachbild-TV und WLAN-Hotspot. Die rollenden Ferienhäuser transportieren zudem Vorzelte, Markisen, Kleidung und hochwertige Outdoor-Ausrüstungen. All das sollte versichert sein.

Der Kaskoschutz ist nach oben aber begrenzt. Die Versicherung zahlt für das Fahrzeug und fest installiertes Zubehör, für teure bewegliche Utensilien jedoch nicht. Hier springt die Campingpolice ein. Dafür muss das Reisemobil aber fest auf einem offiziellen  Campingplatz oder im Winterlager stehen.

Letzte Änderung: 17.05.2017Webcode: 0114051